Innovativ moderner Deathcore, der keine Gefangenen macht!
Das ist die neueste “Ausgabe” der Knoxviller Einheizer Truppe White Chapel. Benannt nach der Spielwiese von Jack the Ripper, schiebt dieser Fakt gleich diverse christliche Parallelen beiseite! Bestückt mit 11 Leckerlies, plus Bonustrack, kommt das schicke Digipak daher.
Allein die Aufmachung sorgt für absolute Vorfreude und erschwert einem nicht die Beschäftigung mit dieser Scheibe. Das Monster beginnt mit dem Song “Devolver” und enthält keinem Zuhörer vor, wie hier der Laden läuft. Brachiale Klampfen, rundes und perfektes Drumming, markant brutaler Gesang, welcher durch eine gelungene Produktion eingefangen wurde.
White Chapel haben in ihrer Klampfeneinheit 3 Gitarristen und einen Bassspieler, daher kann man getrost mit hohen Erwartungen an die Saitenfraktion heran gehen. Enttäuscht werden wir hier nicht. Oft liegt der Schwerpunkt bei der Rhythmik. Saftig strukturierte Moshwalzen, die einem den Unterkiefer wegblasen, treffen auf Extreme Metal Perfektion. Was letzteres betrifft, geht man tempomässig eher verhalten vor (selten wird die 210-bpm Grenze gesprengt!), aber aufgrund der groovigen Tightness wirkt das Ganze sehr souverän und überzeugend.
Der Dreivierteltakt ist hier mit höchster Wahrscheinlichkeit Markenzeichen, was man bei den wenigsten Bands dieser Art vorfindet – mir fällt höchstens Suffocation dazu ein. Sehr elegant wird mit dieser “Walzermethode” umgegangen und bringt den interessierten Zuhörer in die verschiedensten Grundpuls-Mosh-Styles, was man eher selten erlebt bei der Mannigfaltigkeit der heutigen …-Core Bands.
Hier noch 2 Anspieltipps:
“Breeding Violence” und “Murder Serom”!
Ersterer bietet ein sehr einzigartiges Groove Feeling. Der synkopierte “Kopierschutz” lässt keinen unberührt und ist das Sahnehäubchen für alle progressiv angehauchten Deathcore Verfechter! Die schöne Klampfen/Bassdrumsynchronität, der einwandfrei arrangierte Gesang und die markanten Spannungsaufbauten lassen dieses Stück zu einem der besten der Platte werden!
Murder Serom ist die Speerspitze des Songwritings auf diesem Ausnahmewerk. Maximale Gewalt, ultrabrutal Grooveparts und eine Windbriese Melancholie! Hier fehlt es an nichts. Von Anfang bis Ende wird hier das höchst emotionale Niveau gehalten, wie man sich das bei dieser Art von Musik erwartet.
Kurzum: Eine klasse Band, die ihren Erfolg allemal verdient hat. Ich rate übrigens jedem, sich die Platte über eine sehr gute Anlage anzuhören (besser mit Subwoofer) um die Qualität der Platte zu erforschen und zu genießen! Geiles Brett!!!











